Grußwort

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser!

 

viele kleine Gruppen und Kreise, viele unterschiedliche Veranstaltungen prägen unser Gemeindeleben – wie ein Puzzle fügt es sich zum Beispiel am Sommerfest zusammen. Alle feiern miteinander und Gott ist mitten unter uns. Jesus hat das Reich Gottes einst mit einem Senfkorn verglichen. Sicherlich kennen Sie das Gleichnis aus dem Markusevangelium. So heißt es im 11. Kapitel:

 

Und er sprach: Womit wollen wir das Reich Gottes vergleichen, und durch welches Gleichnis wollen wir es abbilden? Es ist wie mit einem Senfkorn: Wenn das gesät wird aufs Land, so ist's das kleinste unter allen Samenkörnern auf Erden; und wenn es gesät ist, so geht es auf und wird größer als alle Kräuter und treibt große Zweige, sodass die Vögel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen können.

 

Hatten Sie schon mal ein Senfkorn in der Hand? Es ist nur ca. 1 mm groß. Jesus bezeichnet es sogar als das kleinste Samenkorn auf der Welt. Wenn man es aber einpflanzt und es aufgeht, wird daraus eine riesige Pflanze, die bis zu 3 m hoch werden kann. So groß, dass sogar Vögel in ihr nisten können. Eigentlich fast unvorstellbar, dass sich dieses winzige Körnchen um das 3000-fache vergrößert. Jesus benutzt das Bild von dem Senfkorn in einem seiner Gleichnisse.

Er sagt, dass das Reich Gottes einem Senfkorn gleicht. Wenn ich an das Himmelreich denke, dann stelle ich mir immer ein riesiges Paradies mit vielen  glücklichen Menschen vor. Das kleinste Samenkorn der Welt passt da irgendwie nicht so ganz rein. Oder vielleicht doch?

Jesus sagt auch weiter, dass aus einem gepflanzten Senfkorn etwas Großes, ja etwas

 

 

 Großartiges wird, eine Pflanze, die Tieren eine Heimat gibt. In Lukas 17 steht, dass das Reich Gottes schon hier auf Erden angebrochen ist. Die Frage nach dem „Wo?“ ist durchaus berechtigt. In Zeiten, in denen die Nachrichten von Terror, Armut, von Flüchtlingen und Fremdenhass, Stellenplankürzungen bestimmt werden, fällt es nicht leicht daran zu glauben, dass Gott hier auf Erden schon sein Reich baut. Es scheint so, als ob alle Hoffnung auf eine bessere Welt ziemlich klein geworden ist, ja so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum mehr wahrgenommen werden kann. Klein, wie das Senfkorn?! Aber selbst bei diesem kleinen Senfkorn gibt es die Chance darauf, dass es wächst. Mit ein bisschen Pflege, Wasser und in guter Erde geht es auf. Mir macht dieses Gleichnis Mut. Es gibt mir ein Stück weit Halt in einer unsicheren Welt. Ich vertraue darauf, dass Gott den Samen seines Reiches hier auf der Erde gepflanzt hat und dass er daraus etwas Großes wachsen lässt.


Ich glaube fest daran, dass Gott jeden einzelnen von uns dazu braucht, dieses Pflänzchen zu pflegen, um an seinem Reich mit zu bauen. Jeder kleine Schritt, jede nette, hilfreiche Geste, jedes Gebet, jedes Loblieb ist wie ein Düngemittel für das Reich Gottes.

 

Ich arbeite gerne im Garten Gottes, denn in seiner Gegenwart wird es einfacher, mit den schlechten Nachrichten umzugehen und dann spürt man auch, dass Gottes Reich bereits jetzt wächst. Arbeiten Sie und feiern Sie mit!

 

Eine gesegnete Sommerzeit wünscht Ihnen

Ihre und Eure

 

Peggy Rotter


                  

Jahreslosung 2017:

Gott spricht:

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Hesekiel 36,26