Grußwort

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser!


der neue Gemeinderaum im Pfarrhaus ist fertig! Na, fast. Die Toiletten und die Teeküchen brauchen noch etwas Fürsorge. Dennoch möchte ich mich auf diesem Wege ganz herzlich beim Möbelhaus Höffner, bei IKEA und beim Centermagnement des Ostseeparkes für die finanzielle Unterstützung bedanken! Ja, auch für das kommende Jahr hat unsere Gemeinde noch einige Baustellen. So hoffe ich, dass wir es auch schaffen werden, die Zufahrt auf dem Pfarrhof zu beenden. Aber vermutlich kennen Sie alle solche Baustelle... Das Leben stellt immer wieder neue Herausforderungen an uns. Mit genug Gottvertrauen können wir aber so manches meistern.
„Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer (Sacharja 9,9).“ Das ist der Wochenspruch für den ersten Advent. „Was war das früher für eine besinnliche, stille Zeit!“ hörte ich kürzlich eine ältere Dame sagen. Man stellte sich auf das Kommen Jesu ein, man bereitete sich innerlich und auch äußerlich auf das große Fest vor. Es hatte etwas Geheimnisvolles. Neben der Freude auf die Geschenke gab es auch die Vorbereitung ganz weltlicher Art: Plätzchen wurden gebacken, die Wohnung geschmückt. Es gab diese besonderen Stunden am Abend, an denen man die Kerzen am Adventskranz anzündete und es sich gemütlich machte. In den Gottesdiensten wurden die schönen, schwermütig-festlichen Adventslieder gesungen. Es waren die schönsten vier Wochen im Jahr, wenn man vom Urlaub vielleicht einmal absieht. Es scheint, als wäre das unwiederbringlich vorbei.

 

 

Es ist eine unruhige Zeit geworden. Es ist vor allem eine Zeit geworden, in der der Konsum im Mittelpunkt steht. In den Geschäften dudelt die Weihnachtsmusik – obwohl doch Advent ist! Die Frage der Geschenke steht weit im Vordergrund. Der eigentliche Anlass wird kaum noch wahrgenommen. Und das Merkwürdigste ist: Während früher die Adventszeit die Vorbereitung war, damit das Weihnachtsfest am 24. Dezember beginnen kann, ist es heute schon fast selber die Weihnachtszeit. Spätestens nach dem zweiten Feiertag ist alles vorbei. Dabei geht doch dann die Weihnachtszeit erst los!
So ändern sich die Zeiten. Es hat wenig Zweck, darüber zu klagen. Umso wichtiger ist es für Christen, davon zu reden, worum es geht. Damit eine Ahnung entstehen kann, was es heißt, dass Jesus zu uns gekommen ist. Im Johannesevangelium heißt es: Er kam zu den Seinen, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf, weil sie ihn nicht erkannten. Das scheint heute der Fall zu sein.
„Siehe, dein König kommt zu dir!“ Diese Botschaft kann in aller Unruhe Menschen in die Stille führen, zum Nachdenken bringen – und sie so für einen kostbaren Moment doch in die Andacht führen. Und so verstehen, welch großes Wunder wir Weihnachten feiern.

Ich wünsche uns und Ihnen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit!
Kommen Sie gut ins neue Jahr!
 

Bleiben Sie behütet.

 

Ihre und Eure 

Peggy Rotter


                  

Jahreslosung 2018:

Gott spricht:

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst

Offenb. d. Johannes 21,6