Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser!


langsam geht es wieder los. Der Ewigkeits-sonntag liegt hinter uns und wir schmücken unsere Häuser und Wohnungen mit Lichterket-ten, hängen Sterne über die Türen und stellen Rentiere auf die Fensterbretter. Plätzchenduft zieht durch die Räume und wir gehen mit großen Schritten durch den Advent auf Weihnachten zu – auch in diesem Jahr. Als ich meinen Ostergruß schrieb, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass die Lage im November noch immer so angespannt ist. Auch wenn inzwischen Impfstoffe entwickelt wurden, müssen wir Abstand halten und viele von uns sind angespannt und blicken mit großen Sorgen in die Zukunft.
Was unsere aktuelle Situation mit der Weih-nachtsgeschichte zu tun hat, ist mehr als das Beherbergungsverbot und die verschlossenen Gaststätten. Vielmehr sind es die Zahlen. Maria und Josef sind ja schließlich nicht aus einer Laune heraus nach Bethlehem gezogen, sondern auf Befehl von Kaiser Augustus. Sie sollten sich zählen lassen. Vermutlich können wir in diesem Jahr gut nachvollziehen, wie sich dieses Zählen-Lassen angefühlt haben muss. Auch wir werden schließlich in Kategorien eingeteilt, gucken auf die Zahlen der Erkrankten oder der belegten Intensivbetten. Josef und seine Frau mögen für

 

 

Augustus zwei Zahlen sein, aber hinter diesen Zahlen verbirgt sich Leben und das Schicksal einer kleinen Familie. So müssen wir, finde ich, auch auf die Zahlen blicken, die wir zurzeit jeden Tag hören, lesen und sehen. Hinter jeder einzel-nen Zahl steht ein Mensch mit seinem ganzen Leben, Familie und Freunden.
Die Geburt Jesu ist bis heute ein Zeichen der Hoffnung in ungewissen Zeiten: Gott ist mit uns. Viele Menschen wollten sich selbst davon über-zeugen und einen Blick in die Krippe werfen. Auch die Weisen aus dem Morgenland stellen Nachforschungen an und begeben sich schließ-lich auf eine weite Reise, deren Ende sie nicht absehen können. Dennoch brechen sie in dem Vertrauen auf, dass alles gut wird, und kommen schließlich in Bethlehem beim Gotteskind an. Wenn wir in diesem Jahr unsere Sterne aufhän-gen und die Häuser schmücken, wünsche ich uns das Vertrauen und die Zuversicht dieser wei-sen Männer. Der Stern hat ihnen am Ende den Weg gezeigt und sie nicht verzweifeln lassen.

Kommen Sie behütet durch diese Zeit und beachten Sie bitte die Angaben zu den Gottesdiensten!

In herzlicher Verbundenheit

Ihre Pastorin Peggy Rotter


Jahreslosung 2021:

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Lukas 6, 36