Grußwort

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser!


wenn Sie sich das Altarbild unserer Kirche anschauen, dann sehen sie den gekreuzigten Jesus. Ja, genau, ein uns sehr vertrautes Bild. In jeder Kirche finden wir in der Regel mindestens eine dieser Darstellungen. Und jetzt in der Passionszeit rückt der Tod Jesu am Kreuz auch mehr in unser Bewusstsein. Doch was wissen wir von Jesus?
Wir wissen nicht viel von der wirklichen Person Jesus („Christus“ ist nicht der Nachname, sondern ein Ehrentitel; das griechische Wort heißt auf Deutsch: der Gesalbte). Wir wissen: Jesus ist zur Zeit des Königs Herodes wohl im Dörfchen Betlehem geboren. Seine Eltern sind Josef und Maria aus Nazaret. Wegen der Volkszählung, angeordnet vom römischen Kaiser Augustus, mussten sie in die Stadt ihrer Vorfahren, nach Betlehem. Dort kommt Jesus zur Welt. Dann wissen wir kaum noch etwas, bis Jesus etwa als Dreißigjähriger mit Freundinnen und Freunden durch die Landschaften mit Namen Galiläa und Judäa zieht und von Gott als seinem Vater spricht. Mit seinen Predigten und Geschichten hat er mehr oder weniger „Erfolg“. Viele hören ihm zu, manche folgen ihm. Andere werden zu Gegnern. Gott als seinen Vater zu bezeichnen gilt vielen im jüdischen Glauben als Gotteslästerung.  Am meisten von Jesus erfahren wir aus seinen letzten Tagen. Dass Jesus auf Bitten einiger jüdischer Religionsführer vom römischen Statthalter Pontius Pilatus hingerichtet wird, ist eine geschichtliche Tatsache. Warum musste Jesus sterben?
Der römischen Besatzungsmacht war der Glaubensstreit gleichgültig. Manchen jüdischen Religionsführern nicht. Sie waren in ernster Sorge wegen der möglichen Gotteslästerung Jesu, sich als „Sohn Gottes“ zu bezeichnen.

 

 

Das ist ein äußerlicher Grund, warum man Jesus loswerden wollte.  Die christliche Kirche glaubt, dass Gott den Tod Jesu nicht verhindert hat, weil er der Welt ein einzigartiges Zeichen geben wollte: Ich will nicht euch Menschen für eure Schuld, für eure Sünde bestrafen, sondern ich bestrafe mein eigen Fleisch und Blut. Gott meint also sinngemäß: Ich vergebe euch. Seht auf den Tod Jesu, dann ist euch vergeben. Und bitte sündigt nicht mehr. Liebt einander, wie Jesus und ich euch lieben. Warum ist Jesus auferstanden?
In seinen Reden und Geschichten hat Jesus manchmal angedeutet, dass er auferstehen wird. Richtig gehört und geglaubt hat das wohl niemand. Am Abend des Karfreitags wurde Jesus in einer Felshöhle begraben. Seine Freunde waren todtraurig. Als sie am darauffolgenden Sonntag zum Grab gehen, ist der Tote nicht mehr da. Ein Engel sitzt am Grab und sagt: Jesus lebt; er ist auferstanden. Beweisen können wir das nicht. Aber glauben, liebe Leserinnen und Leser. Aber daran glauben! Wieder wollte Gott ein Zeichen setzen. Es heißt: Die Hoffnung auf mich soll nie sterben. Hoffnung auf mich gibt es immer. Auch wenn ein Mensch stirbt, bleibt die Hoffnung: Wir werden nach dem Tod in Gottes Nähe leben. Da gibt es keine Tränen mehr und keinen Schmerz. Der Himmel steht uns offen.

Ich wünsche uns allen eine gesegnete Passions- und eine fröhliche Osterzeit!

 

Ihre und Eure 

Peggy Rotter


                  

Jahreslosung 2018:

Gott spricht:

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst

Offenb. d. Johannes 21,6