Grußwort

Liebe Gemeinde!

 

Es ist schon wieder März. Die Zeit ist schon ein seltsames Phänomen: Mal heißt es: „Zeit ist Geld“, mal versuchen wir „Zeit totzuschlagen“, dann wieder „steht die Zeit still“ oder sie „eilt dahin, als flögen wir davon“. Andererseits „heilt die Zeit alle Wunden“ oder es heißt „kommt Zeit, kommt Rat“, „dem Glücklichen schlägt keine Stunde“…

Und was tun wir nicht alles, um Zeit zu sparen, um Zeit zu schinden, um verlorene Zeit wieder wett zu machen! Die Erfindungen dazu gehen in die Millionen: Flugzeug, Auto, Transrapid, Waschmaschine, Mikrowellenherd, Fünfminutenterrinen, Druckknopf, Klettverschluss…

Wir müssten heute eigentlich so viel Zeit haben wie noch nie in der Geschichte der Menschheit - und doch sind wir so gehetzt wie noch nie zuvor.
Woran liegt das bloß?


 

Laut einer Untersuchung aus Amerika vertun Menschen viele Jahre ihres Lebens mit nutzlosen Tätigkeiten:  Fünf Jahre verbringen sie in Warteschlangen, ein Jahr auf der Suche nach verlegten Gegenständen, ein halbes vor roten Ampeln.
Beim Lesen fehlgeleiteter Briefe oder Emails, so die Studie aus Pittsburgh, werden acht Monate vergeudet, zwei Jahre gar beim vergeblichen Versuch, jemanden telefonisch zu erreichen...
Auf der Strecke bleibt Zwischenmenschliches:
Nicht länger als vier Minuten dauert das alltägliche Gespräch zwischen Eheleuten; Kinder berufstätiger Eltern erfahren in vierundzwanzig Stunden gerade noch 30 Sekunden Anteilnahme. Das möchte ich eigentlich gar nicht glauben.
In der Bibel im Psalm 31 heißt es: „Meine Zeit, Gott, steht in deinen Händen.“
Ein schönes Gebet. Ich sehe meine Zeit als ein Geschenk von Gott und ich kann versuchen sie sinnvoll zu nutzen.

In herzlicher Verbundenheit

 

Ihre Pastorin Peggy Rotter


Jahreslosung 2022:

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

(Joh 6,37)