Sakramentsschrank

Sakramentsschrank links vom Altar
Sakramentsschrank links vom Altar
Tür mit Wappen
Tür mit Wappen

Sicherlich ist Ihnen auch schon einmal im Chorraum - dem Teil der Kirche, in dem der Altar steht - links neben dem Altar dieser merkwürdige "Wandschrank" aufgefallen. Dieser Schrank ist eine sogenannte Sakramentsnische oder Sakramentsschrank. In kleineren Kirche wurde solch ein Schrank anstelle eines aufwendigen Sakramentsturms, wie wir ihn beispielsweise im Doberaner Münster finden, eingerichtet. Sakramentshäuser und -nischen entstanden gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Deutschland und dienten zur Aufbewahrung des eucharistischen Leib Christi, d.h. der Hostie und des Weins, manchmal auch für das Hostiengefäß und den Abendmahlskelch, die vasa sacra. Sie waren bis zur Reformation um 1540 in Gebrauch.

Bei näherem Betrachten fällt auf, dass eine Schnitzerei die Tür ziert. Hierbei handelt es sich um das Wappen der Familie von Swertze (Schwaß). Es wird vermutet, dass diese nach 1300 hier belegte Familie mit der Stiftung der Lambrechtshäger Kirche verbunden war. Unsere Kirche wurde am 8. Juli 1233 in einer Urkunde des Schweriner Bischofs Brunward erstmals urkundlich erwähnt. Danach gehörte die Lambrechtshäger Kirche zum Archidiakonat Rühn. Am 9. August 1286 gewann das Kloster Doberan die halben Zehnten von Lambrechtshagen.

Fotos: Wikipedia


Jahreslosung 2017:

Gott spricht:

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Hesekiel 36,26